Omega-3 und Omega-6: Was das Verhältnis aussagt
Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die essenziellen Fettsäuren Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.
Entscheidend ist dabei nicht ein möglichst niedriges Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis. Für dieses Verhältnis gibt es keinen allgemein festgelegten Referenzwert. Wichtiger ist eine ausreichende Versorgung mit den einzelnen essenziellen Fettsäuren.
Interessant ist deshalb nicht nur die Frage, wie viel Omega-3 wir aufnehmen, sondern wie unsere tatsächliche Fettsäureversorgung aussieht.
Was Verhältniswerte zeigen können
Einige Fettsäuretests stellen neben einzelnen Fettsäuren auch Verhältnisse zwischen verschiedenen Fettsäuren dar. Je nach Test können sich dabei die einbezogenen Fettsäuren und die Berechnungsweise unterscheiden.
Für ein allgemein anzustrebendes Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis gibt es keinen einheitlich festgelegten Referenzwert. Verhältniswerte können innerhalb eines Testsystems zusätzliche Informationen liefern, sollten aber nicht isoliert als Aussage über den allgemeinen Gesundheitszustand verstanden werden.
Was eine Messung zusätzlich zeigen kann
Aus der Ernährung allein lässt sich nicht zuverlässig ableiten, wie sich einzelne Fettsäuren in einer Blutprobe darstellen. Menschen unterscheiden sich unter anderem in ihrer Lebensmittelauswahl, den aufgenommenen Mengen und ihren Ernährungsgewohnheiten.
Ein Fettsäuretest kann verschiedene Fettsäuren im Blut erfassen und die gemessenen Werte in einem Ergebnisbericht darstellen. Eine spätere Wiederholungsmessung kann zusätzlich zeigen, wie sich diese Messwerte im Zeitverlauf verändert haben.
Was wird bei einem Fettsäuretest gemessen?
Ein Fettsäuretest kann die Zusammensetzung ausgewählter Fettsäuren in einer Blutprobe erfassen. Je nach Test werden dabei unter anderem Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ausgewiesen.
Welche Werte dargestellt werden, hängt vom jeweiligen Testverfahren ab. Dazu können einzelne Fettsäuren wie EPA und DHA sowie daraus berechnete Kennzahlen gehören.
Die Ergebnisse liefern Informationen über die in der Probe gemessenen Fettsäuren. Sie stellen keine medizinische Diagnose dar und sollten nicht isoliert als Aussage über den allgemeinen Gesundheitszustand verstanden werden.
Wie läuft ein Fettsäuretest ab?
Bei einem Trockenblut-Selbsttest wird zu Hause eine kleine Blutprobe aus der Fingerspitze auf eine Testkarte gegeben. Die getrocknete Probe wird anschließend zur Analyse an ein Labor geschickt.
Nach der Auswertung erhältst du einen Ergebnisbericht mit den gemessenen Fettsäuren und – je nach Test – zusätzlich berechneten Kennzahlen.
Wichtig ist dabei, die Ergebnisse immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Testverfahren zu betrachten. Ein solcher Test ersetzt keine medizinische Diagnose oder individuelle medizinische Beratung.
Welche Rolle spielt die Ernährung?
Welche Fettsäuren wir über die Ernährung aufnehmen, hängt unter anderem von der Auswahl unserer Lebensmittel ab. Unterschiedliche Fettquellen liefern dabei unterschiedliche Fettsäuren.
Fettreicher Fisch liefert beispielsweise EPA und DHA, während pflanzliche Quellen wie Leinöl, Rapsöl, Chiasamen und Walnüsse vor allem Alpha-Linolensäure (ALA) enthalten.
Wer seine Ernährung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln verändern möchte, sollte nicht nur einzelne Messwerte betrachten, sondern die gesamte Ernährung und die persönliche Situation berücksichtigen.
Fazit
Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren gehören beide zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind Bestandteil unserer Ernährung.
Ein Fettsäuretest kann zusätzliche Informationen über ausgewählte Fettsäuren in einer Blutprobe liefern. Verhältniswerte können Bestandteil eines solchen Ergebnisberichts sein, sollten jedoch nicht isoliert als Aussage über den allgemeinen Gesundheitszustand verstanden werden.
Entscheidend ist eine sachliche Einordnung der gemessenen Werte im Zusammenhang mit Ernährung und persönlicher Situation.
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